 Zurück

Zierfische #2:
Nur der Schein
trügt nicht
01.07. – 01.09.2017





Auch beim zweiten Aufschlag bringen die Zierfische wieder eine etablierte Position mit einem Newcomer auf dem Feld der Kunst in Interferenz, diesmal unter dem programmatischen, bei Oscar Wilde geborgten Titel "Nur der Schein trügt nicht". Beide, der international renommierte Maler und Collageur Thomas Draschan wie der Shooting-Star der High-Finish-Fotografie Tobias Faisst sind Fetischisten der schillernden, kulturell hoch angereicherten Oberflächen. In dem sie, jeder auf seine Weise, aus aktuellem Trash, Pulp und Skins seltsam hyperreale Attraktoren schaffen, greifen sie auf Gegenwart zu, ohne dabei historische Referenzen außer acht zu lassen: hell und schnell und supernormal. Beide sind sich inhaltlich vollends dessen bewusst, dass es keinen Inhalt im Sinne einer klaren Aussage oder ein-eindeutigen Botschaft gibt. Wie es schon bei Andy Warhol geschrieben steht: "Nichts ist dahinter".




Thomas Draschan
Thomas Draschan studierte an der Frankfurter Städelschule bei Ken Jacobs und Peter Kubelka sowie in New York bei Robert Breer and der Cooper Union. Er arbeitet mit Film, Video, digitalen und analogen Collagen. Sein Schaffen umfasst zahlreiche Musikvideos u. a. für die britische Band New Order. Seit einigen Jahren liegt sein Fokus auf Einzelbildanimationen und grossformatigen Collagen, die auf einer umfangreichen Fotosammlung beruhen. Neben Referenzen aus der jüngeren Kunstgeschichte ist die Dekadenzliteratur von Beckford über Huysmans, Wilde bis Roussell & Radiguet eine wichtige Inspirationsquelle. Die Suche nach formalen Konstruktionen scheinbar leerer Refenenten und die Montage von Bildvokabeln stellt die formale Grundlage seiner Arbeit dar:  „...schön wie das zufällige Zusammentreffen einer Nähmaschine und eines Regenschirms auf einem Seziertisch!“
draschan.com

Tobias Faisst
Jahrgang 1984, wuchs im Schwarzwald in Baden-Württemberg auf. Nach seinen Ausbildungen zum Kaufmann und Mediengestalter studierte er Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Potsdam. Während des Studiums widmete er sich intensiv der Fotografie unter anderem bei Wiebke Loeper und arbeitete als Assistent beim Berliner Produktfotografen Amos Fricke. Nach seinem Abschluss 2014 arbeitet Faisst selbstständig als Grafikdesigner und Fotograf im Bereich der Mode, Produktdesign und Editorial. In seiner künstlerischen Fotografie mit Fokus auf Stillleben, Skulptur und Dokumentation erarbeitet Faisst Bildwelten zwischen dem surrealen und banalen an der Schnittstelle zwischen Fotografie, Skulptur und computer generiertem Bild und verwischt dabei die Grenzen zwischen Inszenierung, Realität und Abstraktion.
tobiasfaisst.com

Folge uns auf Facebook
für unregelmäßige Updates
 

©2017 Impressum  Kontakt